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Kirche, Gesellschaft

Bis Ostern ohne Smartphone

Für 40 Tage das Smartphone in den Schrank, keine Schokolade, nicht über die Kollegen lästern. Viele junge Erwachsene aus dem Kanton St. Gallen verzichten während der Fastenzeit auf etwas. Die Vorsätze, worauf sie verzichten wollen, sind äusserst vielfältig.

Ist Verzicht weiblich? Seit 2008 laden die Evangelisch-reformierte Kirche und das Bistum von Aschermittwoch bis Ostern zur Fastenaktion «40 Tage ohne». Weit über 1000 haben bisher mitgemacht – allerdings deutlich mehr Frauen als Männer; zwei Drittel sind Teilnehmerinnen. Beispielsweise auch Désirée Forte. Vor sieben Jahren hat sie zum ersten Mal mitgemacht. Besonders schwierig finde sie jeweils die ersten Tage des Verzichts, sagt sie. «Erst der Verzicht macht einem bewusst, wie selbstverständlich verschiedene Dinge sind». So empfinde sie die Fastenzeit als Chance, sich des eigenen Verhaltens und der eigenen Gewohnheiten bewusst zu werden.

«Wiederholungstäter»
Wie Désirée Forte machen viele mehrmals mit bei «40 Tage ohne» und einige lassen es nicht beim einen Verzicht, sondern stellen sich gleich mehreren Herausforderungen. Auffallend viele verzichten auf moderne Technik wie das Smartphone oder Facebook. Ihre Rückmeldungen zeigen, dass sie dies als Auftauchen aus der Flut von Informationen empfinden. Beliebt ist zudem, auf negatives Verhalten wie lästern oder tratschen zu verzichten. Selbstvorwürfe, der Gebrauch der Kreditkarte, lesen beim Essen, Gruselromane oder Make-Up.

Neue Erfahrungen machen
«Für uns ist es immer wieder spannend, was die jungen Leute bei der Anmeldung als Verzicht angeben», sagt Rachel Fischer, Projektleiterin von «40 Tage ohne». «Mit ihrer Auswahl zeigen junge Erwachsene, was sie im Alltag als Einschränkung erleben oder was sie einfach auch einmal ausprobieren wollen.»

Ziel der Aktion ist, neue Erfahrungen zu machen. „Früchte halfen mir beim Verzicht auf Süsses“, so die Strategie eines Teilnehmers im letzten Jahr. Einigen wird ihr Konsumverhalten bewusster, andere bleiben gar dauerhaft beim Verzicht.
Dauernd verzichten möchte Desirée Forte allerdings nicht.  Bereits heute freut sie sich auf Ostern: «Das Gefühl dem Schokoladehasen ein Ohr abzubeissen, ist einfach viel besser, wenn man Schokolade nicht mehr als etwas Alltägliches betrachtet.»

 

Fotos und Text: kid / Andreas Ackermann  – Kirchenbote SG, 7. Februar 2018

Verzicht im Clip

Um für die Aktion zu werben, haben Lernende der Schule für Gestaltung St. Gallen Videoclips entworfen. Diese mussten in zehn Sekunden die Botschaft von «40 Tage ohne» auf den Punkt bringen. Der von einer Jury als bester ausgewählte Clip wirbt ab kommender Woche in Bussen im ganzen Kanton für das Projekt.

Infos und Anmeldung zur Aktion unter: 40-tage-ohne.ch

Clips abrufbar unter der Facebook-Gruppe «40 Tage ohne»


Öffentlichkeitsarbeit in der Kirchgemeinde

Offentlichkeitsarbeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit Tipps und Inputs von Fachleuten geht es am Samstag, den 10. März zur Sache.

An diesem Vormittag erfahren Interessierte und Zuständige aus den Kirchgemeinden, worauf sich achten müssen und wie die Kommunikation der Kirchgemeinde verbessert werden kann. Es gibt Workshops zu: 1. Homepages 2. Schreibwerkstatt 3. Kontakt Medien 4. Social Media. Anmeldung bis 2. März an info@ref-arai oder Tel. 071 340 04 55 Beginn 09.00 Uhr, Ende mit Apéro ab 12.30 Uhr Ort: Ref. Kirchgemeindehaus Herisau!

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Humor ist  | Artikel

Von der mittlerweile preisgekrönten Web-Serie "Hilfe, meine Frau ist Pfarrerin" sind gegenwärtig 11 Episoden aufgeschaltet. Die leicht absurden Geschichten über biblisch-christliche Lebensbetrachtung zeigen mit Augenzwickern auf, wohin gewisse Auslegungen in der Lebenspraxis führen können. Keine tiefschürfende theologischen Auseinandersetzung jedoch in zeitgemässer Form Inputs zu Glaubensfragen, die der/dem Einen oder Anderen vielleicht auch schon durch den Kopf gegangen sind. Die Art des Humors ist nicht jedermanns Sache - einfach mal reinschauen und sich eine eigene Meinung bilden. Viel Spass!