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Leben & Glauben

Inseln schaffen

November lernen

02.11.2022
Es war an einem ganz gewöhnlichen Morgen. Peter F., 43 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, war mit seinem Auto in die Firma unterwegs, wo er als Disponent arbeitete. Er sorgte zusammen mit seinem Team dafür, dass die Produkte der Firma zeitgerecht zur Lieferung an die Kundschaft bereit waren. Die Arbeit war hektisch, Peter liebte genau das. Sie lebte von der genauen Planung der Abläufe und dem Gefühl für mögliche Abweichungen.

  . Peter liebte gute Planung und er hasste Abweichungen. Seine Kolleginnen und Kollegen schätzten seine Zuverlässigkeit und hatten sich daran gewöhnt, dass er ziemlich ungemütlich werden konnte, wenn etwas nicht wie geplant klappte.

An diesem Morgen begannen die Hände von Peter F. plötzlich zu zittern. Er fasste das Steuerrad fester und atmete durch. Heute musste eine der grossen Maschinen raus. Sie hätte schon vor einer Woche weg sein sollen, da jedoch nicht alle Komponenten zeitgerecht geliefert werden konnten, verzögerte sich die Auslieferung. Doch heute war der Tag. Peter F. merkte erst, als der Motor seltsam klang, dass er nicht mehr auf der Strasse war, sondern auf der regendurchweichten Wiese stand und die Räder durchdrehten. Er wusste nicht, wie er von der Strasse abgekommen war. Verdammte Sch....

Work-Live Balance

Je nachdem nennt man es Work-Live Balance oder einfach Life Balance und meint damit den ausgeglichenen Umgang zwischen Arbeitsleben und Privatleben. Taktgeber ist bei der Beschäftigung mit diesem Thema sehr oft das Arbeitsleben. Es gilt, seine Lebensweise so auszurichten, dass man den Anforderungen der Arbeit gerecht werden kann.

 Hier haben sich in den letzten Jahren unzählige Angebote entwickelt, die sich mehr und mehr unterstützend im Arbeitsmarkt etabliert haben. Die Angebote laufen meistens unter der Bezeichnung «Coaching» oder «Training» und sind eine Mischung von psychologischen, medizinischen und sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen. Alle diese Elemente verbinden sich zu einem Set von vielfältigen Methoden, die helfen sollen, das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privat zu erhalten.

Gut gemeint

Coachings, Trainings und Ratgeber sind heute selbstverständlich auch online und via App abrufbar. Sie sind Teil unserer Welt geworden, die sich zunehmend rascher verändert. Gut gemeinte Schrittzähler teilen einem mit, ob das Tagessoll erreicht ist, Stressanzeiger melden die Belastung. Schritte zu wenig, Stress zu hoch – Folge: schlechtes Gewissen. Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhaltes über den Lohn, den die Arbeit einbringt, ist das Mass der Dinge. So kann es geschehen, dass die als Unterstützung gedachten Angebote selbst zu einem Element werden, das Druck erzeugt. Die Motivation wird zunehmend überschattet von Ungenügen. Statt Entlastung breitet sich Belastung aus, die bei unvorhergesehen Ereignissen im beruflichen wie im privaten Bereich rasch zur Überlastung wird. Man wähnt sich in einem Hamsterrad, in welchem man läuft und läuft und nicht vom Fleck kommt. Langsam verabschiedet sich der Sinn aus dem Geschehen und wo früher einmal Freude herrschte, macht sich Leere macht breit.

Bhüet di

Peter F. hat gemeinsam mit dem Bauern, an dessen Hof er gerade eben noch vorbeigefahren war, das Auto wieder auf die Strasse geschoben. Keine Schäden waren sichtbar, nur verdreckt war die Karre. Glück gehabt. Der Bauer fragte, wie das denn passiert sei und Peter meinte, er wisse es nicht und er müsse jetzt leider pressieren.

Eigentlich macht die Natur es uns vor. Im täglichen Wechsel von Tag und Nacht, im jährlichen Wechsel der Jahreszeiten wird deutlich, dass pausenlose Aktivität nicht produktiv ist. Es gilt, den eigenen Rhythmus zu finden und mit ihm zu leben. Jeder Tag sollte seinen November haben. Zeit, wo man loslässt und zur Ruhe kommt. Zeit, wo sich die Prioritäten verschieben und deutlich wird, was einem in den hektischen Phasen des Lebens trägt.

 Heinz Mauch-Züger

 


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